[Top 5 Freitag] Diese Männer muss man einfach lieben


Heute soll es um meine Top 5 der männlichen Charaktere gehen. Ich habe lange überlegt, welche Jungs/Männer es auf meine Liste schaffen, denn es brauchte ja auch eine gute Begründung. Das Thema passt ja einerseits zum Mutigen Mai, da einige von den Charakteren wirklich Mut beweisen, anderseits fand ich aber auch, dass ein paar Top 5 Kategorien, in denen es um Lieblingscharaktere geht, ganz gut zum diesmonatigen Kritzeldienstag-Thema passen.

Hier kommen sie also: meine Helden. (Achtung, Spoilergefahr! Nicht lesen, wenn ihr die Bücher noch lesen möchtet ;))

Joshua/Jesus aus Jesus liebt mich von David Safier

Wenn ihr meine Kurz-Rezi zu dem Buch schon gelesen habt, wisst ihr ja, dass ich David Safiers Romane bisher wirklich liebe. Auch hier schafft er einen so tollen, männlichen Charakter, der zwar einerseits wirklich ungewöhnlich ist, den man andererseits aber einfach lieben muss. Joshua ist von Grund auf gut, er liebt die Menschen, egal, wie arm oder reich sie sind, egal, wie sie aussehen oder wie sie sich benehmen. Seine Menschenliebe ist das, was ihn auszeichnet und ihn zu etwas Besonderem macht. Noch dazu scheint er gut auszusehen und eine wundervolle Singsang-Stimme zu haben, die er gerne nutzt, um den Menschen Psalmen vorzusingen. Er ist absolut vorbildlich, wenn es mehr Menschen wie ihn gäbe, wäre die Welt ein wundervoller Ort.
Aber so menschlich wie Safier ihn geschaffen hat, ist es nicht verwunderlich, dass auch er sich verlieben kann und schließlich im Zwiespalt mit seinen Gefühlen steht. Denn kann er seine Liebe wirklich nur einer einzigen Person geben? (Zur Seite des Verlags (Cover))



Noah Shaw aus The Unbecoming of Mara Dyer von Michelle Hodkin

(dt. Was geschah mit Mara Dyer) Auf gar keinen Fall darf Noah Shaw auf meiner Liste fehlen. Mysteriös, sexy und so unglaublich treu. Er hat ein bisschen etwas vom Bad-Boy, zunächst irgendwie klischeemäßig, aber zusammen mit der Protagonistin wird er zu etwas ganz besonderem. Die Beziehung fühlte sich einfach so echt an, es war nicht Liebe auf den ersten Blick, sondern eine gegenseitige Entdeckungstour. Ich glaube, man muss das Buch lesen, um zu verstehen, warum Noah auf meine Liste gehört. Aber ich warne euch, wenn ihr den zweiten Teil lesen wollt, wartet, bis der dritte gegen Ende des Jahres erscheint. So ein fieser Cliffhanger. Der hat mir doch tatsächlich fast das Herz gebrochen.




Four aus Divergent von Veronica Roth

(dt. Die Bestimmung) Hach, was soll man dazu großartig sagen? Four kann man nur anschmachten, oder? Er sieht gut aus, er kann kämpfen, er will ein ehrenhafter Mann sein, wie wir aus dieser auch wunderschön verfilmten Szene wissen. Er kommt dem, was ein wahrer Held ist, auf dieser Liste wohl am nähsten. Sein Einsatz für die, die er liebt, ist bemerkenswert. Auch erlangt er so eine Charaktertiefe, dadurch, dass wir seine tiefsten Ängste kennenlernen. Ein intelligenter Schachzug von Veronica Roth, denn so muss man einfach Mitgefühl haben. Dazu kommt natürlich auch noch sein Mut, dass er selbst seiner größten Angst gelassen begegnen kann. Er ist einfach toll. Findet ihr nicht?
Für den dritten Teil habe ich aber arge Befürchtungen. Wahre Helden opfern sich häufig zum Wohl aller. Wehe, wenn, Mrs Roth. Oh, und auf die DVD freue ich mich natürlich auch schon total. Theo James ist ja wohl die perfekte Besetzung für Four. Aber genug der Schwärmerei. Hier geht's zur Seite des Verlags: Klick (Cover).



Will aus Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Gott, allein die Erinnerung an ihn bricht mir fast das Herz. Jojo Moyes hat wirklich ein absolute grandioses Werk geschaffen mit einem abenteuerliebenden, lebendigen Charakter, der nach einem Unfall mit dem Leben im Rollstuhl klar kommen muss. Er möchte nicht mehr weiterleben und hat mit seiner Familie ein halbes Jahr abgemacht, in dem er seine Entscheidung überdenken soll. In diesem halben Jahr geschieht so viel, er lebt, er lacht und tanzt und fährt in den Urlaub...und er verliebt sich. Aber trotzdem hat man als Leser immer die Frage im Hinterkopf, ob das zum Leben reichen kann. Will ist ein so verzweifelter Charakter, dem man so gerne helfen würde. Es zerbricht einem das Herz, dass all seine Träume und Hoffnungen durch den Unfall zerstört wurden. Was ihn für mich zum Helden macht, sind die Entscheidungen, die er aus Liebe trifft.



Augustus Waters aus The Fault in Our Stars von John Green

John Greens Charaktere haben alle etwas ganz Besonderes an sich. Das macht seine Bücher aus, dieser Ideenreichtum, diese Liebe zum Detail und diese tragischen Helden mit den seltsamen Vorlieben.
Auch Augustus Waters, genannt Gus, ist so ein Held, der ebenso wie Will aus Ein ganzes halbes Jahr allein durch seine gegenwärtige Situation geliebt werden muss. Man geht die ganze Zeit davon aus, dass sein Krebs verheilt ist, ist gerührt von so viel Zuneigung zu Hazel, aber dann geschieht etwas, womit ich absolut nicht gerechnet habe. John Green versteht es, jemandem das Herz in kleine Fetzen zu zerreißen. Selten habe ich Charaktere so sehr geliebt, dass ich so sehr um sie getrauert habe. Ein grandioses Werk.




Damit habe ich meine Top 5 männlichen Charaktere vorgestellt und nun muss ich mich erstmal wieder vom "fangirlen" und trauern erholen. In der Zeit könnt ihr mir einen Kommentar da lassen und mir erzählen, welche Jungs/Männer ihr absolut liebt und warum. Ich freue mich über eure Antworten.

Eure Kim.