[Kurzrezensionen] Crown of Midnight // Beautiful Bastard // Plötzlich Fee: Sommernacht

Hallo ihr Lieben!

Nach etwas längerer Zeit, in der ich kaum gebloggt habe, weil die Uni mich so sehr in Anspruch genommen hat, habe ich mittlerweile wieder ein paar tolle Artikel für euch. Heute starte ich aber erstmal mit drei Kurzrezensionen zu Büchern, die ich diesen Monat gelesen habe. Davon war eins ein absolutes Highlight und die anderen beiden... (Jetzt würde ich gerne den Wer-wird-Millionär-Verlierer-Ton einspielen)... waren eben nicht so toll.

Aber lest selbst und lasst mir unbedingt eure Meinung zu den Büchern da!



Crown of Midnight ist die Fortsetzung zu Throne of Glass, diese Kurzrezension könnte also Spoiler zum Vorgängerband enthalten.

Celaena Sardothien, die meist gefürchtetste Assassinin des Landes, ist nun der Champion des Königs und muss in seinem Auftrag vermeintliche Gegner des Königreichs eliminieren. Weil sie die Unschuldigen nicht töten will, gibt sie ihnen die Möglichkeit zur Flucht und täuscht ihre Tode vor. Damit bringt sie nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr, sondern auch das derer, die sie liebt. Allen voran Chaol, der königlichen Leibgarde, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?

He pulled back, but didn't let her go. "Why are you crying?"
"Because," she whispered, her voice shaking, "you remind me of how the world ought to be. What the world can be."

Selten schafft ein Autor es, den ersten Band einer Reihe mit dem zweiten zu übertreffen. Sarah J. Maas ist meiner Meinung nach aber genau das gelungen. Im zweiten Teil der Reihe werden die Geheimnisse um die Magie und die Fey (heißen die in Deutsch auch so?) noch mysteriöser, die Gegner werden noch gefährlicher und die Beziehungen erst – ARE YOU TRYING TO KILL ME???!!!???
Wenn ich jetzt mit Celaena und Chaol anfange, werde ich nicht mehr aufhören können. Klar, Dorian gibt es auch noch und auch er macht in diesem Buch eine sehr tolle Entwicklung mit, aber irgendwie ist er nicht wie gemacht für Celaena. Sexy Chaol dagegen…
Okay, das reicht an Schwärmerei. Jetzt noch ein paar harte Fakten zur Kritik: Der Schreibstil lässt einen quasi durchs Buch fliegen (3. Person, Vergangenheit übrigens und damit aktuell eher ungewöhnlich), der Plot war größtenteils wirklich überraschend, manche Dinge waren aber auch sehr durchsichtig (was, das verrate ich natürlich nicht) und das Ende – am besten haltet ihr gleich Teil 3 bereit, wenn ihr auf Englisch lest oder ihr wartet, bis der dritte Teil endlich auch auf Deutsch erscheint.

Insgesamt ein 5 von 5 Sonnenbuch, aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Ich kann es kaum erwarten, das nächste Buch zu lesen, obwohl ich schon einige eher negative Meinungen dazu gehört habe.

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Chloe Mills hasst ihren Chef Bennett Ryan abgrundtief und doch kann sie sich der sexuellen Spannung, die zwischen ihnen herrscht, einfach nicht entziehen. Als er dann auch noch die Hände nicht mehr von ihr lassen kann, ist es um die beiden geschehen und sie verfangen sich in einem Strudel aus reißenden Höschen und schmutzigen Schimpfwörtern.

Wenn er nur die Klappe halten würde, dann wäre er echt perfekt. Ein Stück Klebeband über seinem Mund würde schon reichen. Ich hatte welches in meiner Schreibtischschublade, das ich ab und zu herausnahm und streichelte und darauf hoffte, es eines Tages einsetzen zu können.

Als jemand, der selbst schreibt, habe ich mir während des Lesens die folgende Frage gestellt: Schließen Erotik und eine gute Handlung sich tatsächlich gegenseitig aus?
Ganz ehrlich, da war sogar Shades of Grey besser. Da waren wenigstens die Sexszenen abwechslungsreich und das Buch hatte ein bisschen Handlung. In Beautiful Bastard bestand die Handlung aus Streit, Höschen zerreißen, sich gegenseitig beschimpfen, vermeintlich heißer Sex, Streit, Höschen zerreißen, sich… Ihr wisst, was ich meine. Und auch die Charaktere ließen zu wünschen übrig. Bennetts Familie wird als wahnsinnig sympathisch beschrieben, aber es wird keine Erklärung dafür geliefert, wieso er ausgerechnet so ein gestörtes A*sch geworden ist. Ich meine, wer sammelt bitte benutzte Höschen in seiner Schreibtischschublade? Und welche vernünftige, junge Frau findet so etwas heiß? Chloe Mills ist jedenfalls eigentlich nicht der Typ dafür. Ihr Charakter – wenn man denn von einem sprechen kann – ist sehr widersprüchlich. Sie ist die Karrierefrau schlechthin und lässt sich trotzdem von Bennett heruntermachen, weil sie das toll findet.
Was ich übrigens wirklich witzig fand, ist die Tatsache, dass Bennetts Bruder ihn einen Bastard und einen H*rensohn schimpft. Da hat wohl jemand nicht aufgepasst…

Es tut mir leid, das so sagen zu müssen, weil ich ja weiß, wie viel Arbeit in einem Buch stecken kann, aber Beautiful Bastard ist meiner Meinung nach eine absolute Pleite. Einzig und allein positiv war, dass man so schnell durch war, weil man die Sexszenen ziemlich schnell überspringen konnte ohne viel zu verpassen. Deshalb nur 1 von 5 Sonnen!

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Meghan Chase wusste schon immer, dass mit ihr irgendetwas nicht stimmt. Mit ihrem sechzehnten Geburtstag, findet sie endlich heraus, was es ist: Sie ist die Tochter eines Feenkönigs. Als dann auch noch ihr kleiner Bruder gekidnappt wird, gerät sie in die Fronten eines Krieges zwischen den Feenreichen. Zusammen mit ihrem besten Freund Puck und dem geheimnisvollen Prinzen des Winterreichs Ash macht sie sich auf die Reise und hofft, dass es nicht zu spät ist…

Ash zog mich in eine letzte Drehung, und die Musik verstummte. Unser Tanz endete mit mir an seiner Brust, unsere Gesichter nur Zentimeter voneinander entfernt.

Ja, hm. Ich kann verstehen, wieso Plötzlich Fee ein Bestseller gewesen ist. Wenn ich jetzt 16 gewesen wäre, hätte mir das Buch sicher auch wahnsinnig gut gefallen. Aber mit 22 und viel Leseerfahrung frage ich mich, wieso diese Reihe so beliebt geworden ist.
Die Welt, die Julie Kagawa da entwickelt hat, ist wirklich nicht schlecht, aber musste es wirklich sein, dass auf allen zwanzig Seiten ein neues Monster auftaucht, das man sich nicht mal mehr richtig vorstellen kann, weil es alles viel zu schnell geht?
Und auch mit der Protagonistin bin ich einfach nicht warm geworden, weil ich sie sehr unsympathisch fand. Die ersten 200 Seiten gingen noch, aber dann wurde das Buch zur Qual, weil sie einfach ständig angegriffen wurde und sich NIE selbst helfen konnte. Und trotzdem – obwohl sie eine unglaubliche Nervensäge ist und absolut unfähig ist zu überleben – stehen alle Jungs im Feenreich total auf sie? Mary Sue lässt grüßen! Eindeutig kein Buch für emanzipierte Frauen, aber für junge Mädchen funktioniert es sicher gut. Deswegen leider nur 2 von 5 Sonnen!

|| www.randomhouse.de || www.goodreads.com || Buchcover Bingo: Ein Cover mit einer Nahaufnahme || States-of-America-Challenge: Louisiana || 



Welche der Bücher kennt ihr und wie fandet ihr sie?

Eure Kim.