Gelesen | Bis ans Ende der Welt und zurück - Ruthie Knox


„Feuer, Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und ein Fahrrad. Mehr brauche ich eigentlich nicht.“

„Stattdessen tat sie so, als würde es immer so bleiben, Staat für Staat, Meile um Meile, Nacht für Nacht. […] Sie würden einfach fahren und zusammen sein.
Sie hatte heute Geburtstag, deshalb brauchte sie sich nicht einzugestehen, was für eine törichte Fantasie das war.“


| Seiten: 320 Seiten | Thema: Roadtrip, Liebe |
| Verlag: Egmont LYX | Erschienen: 2015 |
| Format: Taschenbuch | ISBN: 9783802593048 |
| Preis: 9,99 € Zur Seite des Verlags |







Tom und Alex planen eine Radtour quer durch die USA und werden durch Toms Schwester zusammengeführt, die Tom nicht alleine fahren lassen möchte. Jedoch hat Tom keine Lust auf Gesellschaft und plant Alex gleich am Treffpunkt eine Absage zu erteilen, aber dann muss er mit Schrecken feststellen, dass Alex kein Mann ist, sondern eine äußerst attraktive Frau, die er unmöglich alleine fahren lassen kann.
Auch Alex hat sich eindeutig mehr von ihrem Begleiter erhofft als einen wortkargen, sexy Einzelgänger, der sie vom ersten Augenblick an in den Wahnsinn treibt. Trotzdem machen sie sich gemeinsam auf den Weg und erleben ihr Glück auf dem Sattel gemeinsam.



Das Buch ist im Wechsel zwischen Lexies und Toms Perspektive geschrieben, so dass man als Leser gleich weiß, dass die beiden sich voneinander angezogen fühlen und man so umso mehr mitfiebern kann, wann sie sich denn endlich kriegen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen (voll schade, es hätten gerne noch 500 Seiten mehr sein dürfen). Der Schreibstil orientiert sich ein wenig am übrigen LYX-Programm, das ist mir komischerweise sofort aufgefallen, finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Wer viel aus dem Verlagshaus liest, wird sich sicher darüber freuen, anderen wird es wahrscheinlich nicht mal auffallen.



Hach ja – eindeutig ein Sommerbuch, das man einfach lieben muss. Lexie und Tom sind zwei wahnsinnig süße Charaktere, die beide ihren Packen zu tragen haben. Man weiß instinktiv, dass sie nur gemeinsam aus ihrem Schneckenhaus kriechen können, um endlich wieder ein schönes Leben zu leben.

Das Konzept des Roadtrips gepaart mit noch mehr Natur hat mich übrigens so sehr an diesem Buch gereizt, dass ich es unbedingt sofort haben musste. Ich hatte gehofft, dass man noch mehr über die einzelnen Staaten erfährt, durch die sich der TransAmerica Trail schlängelt, dafür war das Buch dann aber leider nicht dick genug, so dass dieser Teil einfach zu kurz gekommen ist. Deswegen gibt es auch ein bisschen Abzug.

Sonst hat mich die Geschichte jedoch so sehr fesseln können, dass ich im Urlaub sogar im Auto gelesen habe und mir nicht schlecht wurde. Roadtrip-Geschichten haben für mich immer so einen tollen Reiz, den die Autorin in dieser Geschichte wunderbar vermitteln konnte. Sie hat in mir Sehnsucht danach geweckt ein Land und dessen Natur aus eigener Kraft zu entdecken und auch mal spontan zu handeln. Die Geschichte hat also nicht nur den Charakteren, sondern auch mir unheimlich viel gegeben.

Auch auf philosophischer Ebene hatte das Buch überraschend viel zu bieten. Gerade der enge Zusammenhang mit der Natur und Toms Geschichte regen zum Nachdenken über nachhaltiges Leben und Umweltschützen an. Lexie und Tom beziehen sich häufig auf Henry D. Thoreaus Werk „Walden oder Leben in den Wäldern“, was sich nach einem sehr interessanten Titel anhört und – schwupsdiwups – auf meinem Kindle gelandet ist, weil mich ihre Diskussion wirklich neugierig gemacht hat.

Nicht nur die Natur wird zum Diskussionsthema, sondern auch das „Entscheidungen treffen“ bzw. „Falsche Entscheidungen treffen“. Beide Charaktere haben eine Vergangenheit, die sie ihre Entscheidungen in Frage stellen lässt, bei Tom ist es sogar so schlimm, dass er eigentlich gar keine wichtigen Entscheidungen mehr treffen möchte. Die Radtour ist ein schwieriger Weg zu sich selbst. Beide Charaktere müssen sich selbst neu entdecken und lernen, auch mit schlechten Entscheidungen leben zu können. Ob sie das schaffen, bevor sie das Ziel erreichen, bleibt allerdings bis fast zum Schluss offen und natürlich werde ich euch nicht verraten, wie das Buch ausgeht.



Dieses Mal ist es ganz einfach: Ihr müsst dieses Buch auf der Stelle lesen! Die Geschichte ist zuckersüß, die Charaktere sehr sympathisch und das richtige Feeling kommt auch auf. Wer Roadtrips liebt, wird auch dieses Buch lieben!





Jetzt müssen unbedingt die anderen Bücher von Ruthie Knox her. Habt ihr davon schon etwas gelesen? Kennt ihr ähnliche Bücher, die ihr mir empfehlen könnt?

Alles Liebe,

Eure Kim.


Buchcover Bingo: Ein Cover mit einem Paar || States-of-America-Challenge: Idaho




Auch von Ruthie Knox

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Caroline & West - Lass mich nie mehr los (Juni 2015)

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Sonnenaufgang über New York (August 2015)


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