Gelesen | Das Glück wächst nicht auf Bäumen - Wendy Wunder


Das Glück wächst nicht auf Bäumen


Kann man Leben lernen?



Hannah und Zoe sind schon immer beste Freundinnen gewesen. Als Zoe die kleine Heimatstadt in New Jersey verlassen will, folgt Hannah ihr sofort. Sie lassen alles hinter sich, während Zoe Hannah das Leben zeigt. Doch ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, denn Zoe ist krank.






Das Glück wächst nicht auf Bäumen ist definitiv eins der Bücher, von denen ich mir viel versprochen habe, die aber lange nicht mit meinen Erwartungen mithalten konnten.

Die Idee, die dahinter steckt, hätte eine großartige Geschichte über das Leben, Freundschaft und Glück werden können. Zoe leidet unter einer bipolaren Störung und als sie mit Hannah aufbricht, verschlechtert sich ihr Zustand immer weiter. Sie macht immer verrücktere Sachen und glaubt daran, dass Aliens auf der Suche nach ihr sind.

Die Protagonistin Hannah begleitet Zoe die meiste Zeit über. Leider ist ihr Charakter recht dumpf und schwach geblieben, so dass ich mich nun – ein paar Monate nach dem Lesen – kaum noch an sie erinnern konnte. Da ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe, konnte ich natürlich unsere Diskussion nachvollziehen, die hauptsächlich ihre widersprüchlichen und teilweise wirklich unnachvollziehbaren Handlungen kritisiert hat und die Tatsache, dass man hinterher nicht erfährt, was wirklich aus ihr geworden ist.

Die Geschichte insgesamt war eher verworren und hätte dringend einen klaren, roten Faden gebraucht, um für mich zu funktionieren. Vielleicht war es so beabsichtigt, da auch Menschen mit einer bipolaren Störung oft keinen roten Faden mehr in ihrem Leben haben – aber ich finde, dadurch ist die Geschichte einfach nur anstrengend gewesen und am Ende war man froh, dass man das Buch beiseite legen konnte.

Das Ende war leider auch nicht wirklich überzeugend. Man wusste eigentlich schon relativ früh, was geschehen wird – was beim Lesen auch in Ordnung war, denn manche Dinge müssen unweigerlich kommen. Was mich jedoch am meisten gestört hat, war, dass kaum eine Frage vernünftig abgeschlossen wurde und man als Leser sehr unbefriedigt zurückgelassen wurde.

Von mir gibt es für Das Glück wächst nicht auf Bäumen keine Kaufempfehlung. Die Charaktere zu flach, die Story zu verworren und abgedreht und das Ende viel zu offen. Da helfen auch das süße Cover und der sympathische Nebencharakter Noah nicht mehr weiter!


Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Alles Liebe,
eure Kim.



Infos zum Buch

Titel: Das Glück wächst nicht auf Bäumen (orig. The Museum of Intangible Things)
Autor: Wendy Wunder
Verlag: Goldmann
Erschienen: 2015
Seiten: 318 Seiten
ISBN: 9783442314003

Buchcover Bingo: Ein Cover mit einem Lebewesen



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