Jahresrückblick | 2016 - ein aufregendes Jahr!

Hallo ihr Lieben,

das Ende des Jahres naht in großen Schritten, also wird es Zeit für einen Jahresrückblick. Obwohl ich in der letzten Zeit nicht so viele Artikel online gestellt habe, wollte ich mir einen Jahresrückblick nicht nehmen lassen. Immerhin gehört das ja auch zu meiner persönlichen „Zielsetzungsstrategie“, dass ich mich am Ende des Jahres hinsetze und mein Jahr Revue passieren lasse, um zu sehen, wie ich mich so geschlagen habe.

Dieses Jahr gibt es ziemlich viel zu erzählen, denn, auch wenn ich mir im letzten Jahresrückblick vorgenommen habe, keine Ziele zu setzen (außer gesund werden natürlich), konnte ich nicht widerstehen. Deswegen kann ich hier und heute auch stolz verkünden, dass 2016 eines meiner produktivsten, kreativsten und ereignisreichsten Jahre schlechthin gewesen ist.


Im Januar habe ich mit dem Bullet Journaling angefangen. Das war ein riesiger Schritt in Sachen Personal Development und Zielsetzung. Nachdem ich vorher immer nur sporadische Neujahrsvorsätze gemacht habe, die nach ein paar Wochen wieder in Vergessenheit geraten sind, hat das Journaling dafür gesorgt, dass ich meine Ziele nie vergessen habe und immer daran gearbeitet habe. Ich habe ganze drei Notizbücher für dieses Jahr gebraucht, im Januar starte ich mit einem neuen und freue mich schon wahnsinnig darauf.

Die ersten Monate des Jahres waren noch ziemlich ruhig, da ich von Januar bis März immer noch mit der Chemo wegen meiner Brustkrebserkrankung beschäftigt gewesen bin. Da habe ich euch immer brav auf dem Laufenden gehalten und meine Gedanken zum Thema Leben geteilt. Rückblickend würde ich sagen, dass der Schock der Diagnose und die darauf folgende Therapie einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass ich mir mehr Gedanken darüber gemacht habe, was ich eigentlich von meinem Leben will.

Im März war ich dann eine Woche mit meiner Familie im Urlaub an der Nordsee, gleich darauf ging es quasi sofort ins Krankenhaus für die OP. Und ab da wurde mein Jahr dann wirklich spannend. In der Woche Krankenhaus erschien nämlich gleichzeitig „Love, Kiss, Cliff“ als E-Book und Taschenbuch (gerade noch 50% günstiger im Kindle Winter Deal!). Mein absolutes Highlight: Die Krankenschwester, die mich in den Neuerscheinungen entdeckt hat und gleich mal darauf angesprochen hat. Im April haben wir auch unser erstes eigenes Auto gekauft, das hat unser Leben um einiges leichter gemacht und wir möchten unsere „Rapunzel“ nicht mehr missen.

  


Der Mai stand ganz im Zeichen der Arbeit an „Ascheregen“. Größere Highlights waren die Wohnzimmerlesung bei meinen Eltern, die als Generalprobe für meine erste richtige Lesung diente, und die Kurzgeschichte „Die Welt, wie ich sie kannte“, die Anfang des Monats auf diesem Blog erschienen ist. Außerdem habe ich mit den Bestrahlungen angefangen, die sich bis in den Juni hineingezogen haben.

Deshalb ist im Juni nicht viel passiert. Ich war hauptsächlich zu müde und zu kaputt, um überhaupt viel zu denken. Wenn ich dann gearbeitet habe, dann war es aber immer an „Ascheregen“. Im Juli ging es dann wieder richtig rund. Mit Marnie Schaefers und Linda Schipp zusammen startete unsere erste große Leseaktion #5weeks5books, die wir mit einigen sehr inspirierenden Autoren durchgezogen haben. Auch meine erste Lesung in der örtlichen Stadtbibliothek hat stattgefunden und dann bin ich Mitte des Monats auch schon in die Reha abgereist.

Dazwischen die letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung von „Ascheregen“, die am 1. August stattfinden sollte. Das war ziemlich stressig, hat aber alles gut geklappt und so war ich schon wieder nicht Zuhause, als mein zweites Buch erschien.

Im August habe ich dann auch mein erstes Interview für die Zeitung gegeben. Das war eine ziemlich coole Erfahrung und ich hatte so unglaublich viel Spaß dabei. Weniger später folgte dann auch eine andere Zeitung des Umkreises und auch diesen Monat durfte ich mit „Hundert minus einen Tag“ im Adventskalender der Münsterschen Zeitung dabei sein.

Der September war dagegen ziemlich unproduktiv, aber dafür einer meiner absoluten Lieblingsmonate in diesem Jahr. Jens und ich sind mit unserer „Rapunzel“ nämlich für zwei Wochen an die Côte d’Azur gefahren. Ein richtiger Roadtrip mit Auto, Zelt und allem drum und dran! Ihr Lieben, es war so unglaublich schön dort, dass ich ganz sicher eine Geschichte schreiben werde, die dort spielt. Ich könnte mich auch gar nicht entscheiden, was mir persönlich am besten gefallen hat, weil einfach alles so hübsch und nett dort gewesen ist. Das darauf folgende Wochenende haben wir mit unserem Gleitschirmschnupperkurs verbracht. Das war auch unglaublich cool. Ich bin zum ersten Mal ohne Flugzeug geflogen, leider konnte ich nicht am ganzen Kurs teilnehmen, weil mein Arm das nach der OP nicht mehr verträgt und ich ziemlich schnell k.o. war. Aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis.



Im Oktober sind wir dann wieder mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren. Dieses Mal ging es eine Woche an ein Strandhaus in den Niederlanden. Der Urlaub war unglaublich anstrengend, weil wir so viele Orte besichtigt haben, aber es war auch gleichzeitig wirklich wunderschön. Wenn ihr jemals Urlaub an der Nordsee machen wollt, dann nehmt die holländische. Dort ist alles so viel unkomplizierter als an der deutschen Küste.

Im November begannen dann die Arbeiten an „How to be Happy“, dem dritten Buch meiner Reihe. Den NaNoWriMo habe ich mit etwa 60k Wörtern beenden können, obwohl ich gleichzeitig an der Veröffentlichung von „Hundert minus einen Tag“ gearbeitet habe und Mitte Oktober wieder mit der Uni angefangen habe. Im November gab es außerdem die letzte Antikörper-Spritze und damit war dann offiziell ein Jahr nach Beginn der Diagnose um. Das haben wir natürlich ein bisschen gefeiert.

Im Dezember ist dann nicht mehr so viel passiert. Die Uni läuft und auch die Arbeit an „How to be Happy“ geht natürlich weiter, aber große Events gibt es bis Ende des Jahres nicht mehr. Vor ein paar Tagen hatte ich meinen Ultraschall, auf dem nichts zu sehen war, was irgendwie bedenklich wäre, aber meine Frauenärztin möchte trotzdem, dass ich im Januar noch einmal zum Senologen gehe, um eine zweite Meinung für die Narbenentwicklung zu haben.

Über das Jahr verteilt habe ich viele tolle, inspirierende Leute kennengelernt, Linda und Marnie zum Beispiel oder die Truppe, mit der ich in der Reha zusammen gewesen bin, und heute treffe ich mich auch zum ersten Mal mit Laura Labas. Darauf freue ich mich auch schon gewaltig. Ich habe viel an mir selbst gearbeitet und viel an meinem Umfeld. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Sachen wir in diesem Jahr verkauft, verschenkt, weggeworfen haben, um in unserer Wohnung Schritt für Schritt auszumisten und unsere Lebenseinstellung auch auf unser Umfeld anzupassen. Das Gleiche habe ich auch mit meinem Leben gemacht: Dinge gekündigt, die mir keine Freude mehr gemacht haben und mich dafür mehr auf die Sachen konzentriert, die ich wirklich gerne mag.

Ich habe wieder angefangen mit Sport, bin nun in einem Fitnessstudio und gehe Laufen, um nächstes Jahr (was früher undenkbar gewesen wäre) an einem 10km-Lauf teilzunehmen. Netter Nebeneffekt: ich habe sechs Kilo abgenommen, seit ich in der Reha gewesen bin.

Auch mit meinen Freunden und meiner Familie habe ich viele schöne Dinge erlebt, es fühlt sich an, als wären wir dieses Jahr alle noch ein bisschen mehr zusammengewachsen. Auch die Hochzeitsplanung steht allmählich in den Startschuhen. Wir haben schon die Termine festgemacht und eine Location gebucht. Es fühlt sich verrückt an zu wissen, dass ich in nicht mal mehr einem Jahr verheiratet sein werde.

Gelesen habe ich dieses Jahr leider nicht so viel wie ich gerne hätte. Mit 55 gelesenen Büchern bin ich aber gar nicht schlecht dabei. Besonders gut finde ich es, dass ich so viele Bücher in Sachen Personal Development gelesen habe und mich von ihnen inspirieren lassen habe. Meine Highlights in diesem Jahr waren in Sachen Ratgeber „The Miracle Morning“ von Hal Elrod und „The ONE Thing“ von Gary Keller. Im belletristischen Bereich konnten mich „Ugly Love“ von Colleen Hoover, die „Angelfall“-Trilogie von Susan Ee und die „Bloodlines“-Reihe von Richelle Mead, so sehr begeistern, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen.

Im Kino war ich insgesamt sechs Mal, was echt wenig ist, aber irgendwie gab es dieses Jahr auch nicht so viele Filme, die mich wirklich gereizt haben. Meine Highlights: „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Obwohl der Artikel jetzt schon ziemlich lang ist, möchte ich euch natürlich einen klitzekleinen Ausblick auf 2017 nicht verwehren.

Was den Blog betrifft, wird euch im neuen Jahr eine Änderung erwarten. In den letzten Monaten ist es schon etwas angeklungen, dass dieser Blog nicht mehr zu mir passt. Ich habe zwar versucht, ihm nochmal Leben einzuhauchen, aber das hat mich mehr gestresst als glücklich gemacht. Was hier passieren wird, erfahrt ihr aber erst im nächsten Jahr.

Außerdem werde ich natürlich an „How to be Happy“ und „Wüstenrose“ arbeiten. Allerdings wird es auch hier voraussichtlich etwas länger dauern, als ich geplant habe. Nach der OP kann ich meinen linken Arm leider nicht mehr so belasten, wie ich das möchte, deshalb ist es mir nicht mehr möglich so viel am Stück zu schreiben, ohne dass mein Arm schmerzt und dick wird.

Auch ein anderes Projekt befindet sich gerade noch in der Ideenphase. Momentan überlege ich noch, ob ich damit an einen Verlag herantreten soll oder ob ich es lieber auf eigene Faust umsetzen soll. Insgesamt starte ich jedenfalls mit einem großen Katalog an Zielen ins neue Jahr, von denen ich hoffentlich alle umsetzen kann. Für die letzten Tage des Jahres habe ich mir vorgenommen, mal ein bisschen runterzufahren und die Zeit mit meiner Familie zu genießen. Deshalb werde ich mich auch bis zum 1.1.2017 aus den Sozialen Medien zurückziehen, falls ihr mich also ganz dringend erreichen wollt, dann per Mail an allthesespecialwords@web.de.

Danke für eure Unterstützung im letzten Jahr! Ihr bedeutet mir sehr viel!

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und bis dahin,
eure Kim.